Home
Unsere Weine
Der Familienbetrieb
Die Weinberge
Die Kellergassen
Lageplan
News
Archiv

Schließlich der spannende Abschnitt:
"Das letzte Blubbern der Gärung" - und dann ist unser junger Wein geboren.

 

 

Liebe Weinfreunde!

Der schicksalhafte Tod unseres Sohnes Christian erfüllt unsere Herzen mit unendlich tiefem Schmerz.
Die Wunden sind tief – heilen werden sie wohl nie. Zurück bleibt die Erinnerung an die schöne Zeit, die wir mit ihm verbringen durften.
Trotz alledem möchte ich das Weinjahr 2011 rückblickend betrachten.
Der Winter war teilweise sehr kalt, sodass es eigenartigerweise nur in frostsicheren Lagen zu leichten Frostschäden kam. Das Frühjahr kam rasch und war ideal für unsere Weinreben. In einer Lage hatten wir große Probleme mit Maikäfern, die trotz täglichem Abklauben, diesen Weingarten zu 70 % kahlfraßen. Die verbliebenen Trauben waren dafür besonders edel.
Der Sommer war trocken, besonders der Wagram bekam kaum Regen, dafür leider etwas Hagel. So litten unsere Reben gegen Anfang September an Trockenheit. Im letzten Augenblick, kurz vor Lesebeginn, kam der lang ersehte Regen, der – kombiniert mit einer anschließenden Schönwetterperiode – den Trauben zu einem Maximum an Qualität verhalf.
Der Herbst war sensationell, die Ernte ein Traum und so konnten wir gesunde, vollreife Trauben einbringen.
Durch mehrmaliges Durchernten gibt es zum Beispiel beim Grünen Veltliner wieder „Windspiel“ (leicht), „Kabinett“ (mittel) und „Alte Rebe“ (schwer).
Die Weißweine dieses Jahrganges sind kräftiger, voluminöser – milder als sonst und sehr duftig. Die Sorten Frühroter Veltlinder, Welschriesling, Grüner Veltliner Kabinett und Bianca (aus unseren pilzwiderstansfähigen Versuchspflanzungen) sind bereits in die Flasche gefüllt und spiegeln die Größe dieses Jahrganges wider.
Die Rotweine sind kräftiger, charaktervoller und gerbstoffbetonter als in einem Normaljahr und extrem in der Farbdichte. „Cabernet cortis“ war das Beste was ich je an Rotweinen geerntet habe.
Man kann sagen, die intensive Sonne des Jahres spiegelt sich im Wein wieder, ein Jahrhundertwein wie noch nie. Gerne gehe ich in den Keller und probiere das Werden des Weines, um den richtigen Zeitpunkt für die Abfüllung nicht zu versäumen.
Der Ausbau des Weinmuseums in der Kellergasse ist ein Stück weiter fortgeschritten und sollte nächstes Jahr zum Abschluß gebracht werden.

Ein friedvolles Weihnachtsfest und ein erfüllendes Jahr 2012 wünscht Ihnen und euch vom ganzen Herzen Familie Paradeiser